"Wir wollen einfach unsere Spieler nicht um ihren Lohn bringen, wenn sie sich qualifizieren sollten", begründet Kilchensteins den Sinneswandel, nachdem es lange Zeit so ausgesehen hatte, als ob der erforderliche Rang unter den ersten Vier der Oberliga sportlich ohnehin nicht zu packen wäre. Doch drei gewonnene Spiele in Serie haben Alzenau wieder ins Rennen gebracht, zudem ist es mehr als fraglich, ob sich überhaupt vier Vereine der Oberliga finden, die gewillt sind, das riskante Abenteuer Regionalliga einzugehen. "5000 Zuschauerplätze, davon 1000 Sitzplätze, Absperrungen und zehn Internetzugänge für Reporter, das sind nur ein paar Beispiele der auf 48 Seiten haarklein aufgelisteten Anforderungen" so Sambeth, "nur weil die Stadt Alzenau als Stadionbesitzer mitzieht, ist so etwas überhaupt machbar." Bis auf ein fehlendes Messprotokoll zur Leistungsfähigkeit der Flutlichtanlage, das nachgereicht wird, haben die Bayern die geforderten Papiere komplett beisammen. Nachdem der Verein laut Kilchenstein bereits in der Oberliga finanziell an Grenzen gestoßen ist, hofft man, gegebenenfalls in einer sportlich noch attraktiveren Klasse vermehrt regionale Sponsoren zu finden. Sollte dies freilich nicht gelingen, besteht die Gefahr, dass genau das eintritt, was man immer vermeiden wollte: Dass einem kurzen sportlichen Höhenflug ein um so tieferer Absturz folgt. Albrecht Baume































